
10.07.2026 | 10:00
Institutioneller Rassismus - Perspektiven auf Forschung und Präventionspraxis
Wie verbreitet ist Rassismus in deutschen Behörden und welche Folgen hat das?

Wir forschen vernetzen beraten
coreNRW ist ein multidisziplinäres und multiprofessionelles Netzwerk. Forschende, Fachkräfte aus der Präventionspraxis und (Sicherheits-)Behörden analysieren hier aktuelle Erscheinungsformen und Entwicklungen von Extremismus.
Im Netzwerk diskutieren wir Forschungserkenntnisse, Wissensbedarfe und zeigen wirksame Präventionsmöglichkeiten auf.
Deutschlandweit ist unsere Arbeit einzigartig.
Die Forschungs- und Praxiscommunity ist sehr aktiv. Hier gibt es aktuelle Neuigkeiten, Ankündigungen, Save-the-dates, Stellenausschreibungen, Kooperationsgesuche und vieles andere mehr.

10.07.2026 | 10:00
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Alle Events aus der Community des coreNRW-Netzwerks für Forschung und Praxis.
Die Forschungs- und Praxislandschaft ist sehr divers. Die verschiedenen Akteur:innen aus Forschung und Praxis bieten eine Vielzahl unterschiedlicher Veranstaltungsangebote. coreNRW organisiert neben dem jährlichen Netzwerktreffen in Düsseldorf Online-Fachgespräche. In der coreNRW Werkstatt werden aktuelle Forschungserkenntnisse präsentiert und diskutiert. In der coreNRW Aktuelle Stunde greifen wir aktuelle Geschehnisse auf und bieten einen Raum für Fachinputs und Austausch zur Einordnung.

10.07.2026 | 10:00
Rassismus ist ein tief verankertes und weit verbreitetes Problem in unserer Gesellschaft. Rund Dreiviertel der rassistisch markierten Menschen in Deutschland haben laut dem Nationaler Diskriminierungs- und Rassismusmonitor (NaDiRa) rassistisch motivierte Diskriminierungserfahrungen gemacht. Rassismus tritt nicht immer offen zu Tage. Nicht selten ist er implizit oder tritt in Verbindung mit anderen abwertenden Haltungen wie Antisemitismus, Sexismus oder Sozialdarwinismus auf. Rassismus kann schwerwiegende Folgen für die Betroffenen haben, sowohl körperlicher, psychischer, sozialer als auch ökonomischer Art. Zudem beeinträchtigt rassistische Diskriminierung die gleichberechtigte Teilhabe von rassifizierten Gruppen, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und erodiert das Vertrauen in staatliche Institutionen und die Demokratie. Und dennoch wurde dieses Problem im öffentlichen Diskurs lange kaum wahrgenommen. Stattdessen wurde Betroffenen eine „Überempfindlichkeit“ vorgeworfen und beim Thema Rassismus vor allem auf andere Länder wie die USA verwiesen. Entsprechend lange dauert es, die Abwehrhaltungen in der Gesellschaft sowie in staatlichen Behörden zu überwinden, die Auseinandersetzung mit Rassismus in Deutschland zu enttabuisieren und das Problem zu beforschen. Zum Teil bestehen diese Abwehrhaltungen bis heute fort. Rassismus ist weder schlicht ein individuelles Einstellungsproblem noch besteht er nur im Kontext rechtsextremistischer Positionen. Rassistische Wissensbestände und Praktiken sind in die gesellschaftlichen Strukturen und damit auch staatlichem Handeln eingeschrieben. Er schafft, legitimiert und reproduziert soziale Ungleichheit und Machtverhältnisse in Diskursen wie in Strukturen. Eine umfassende Auseinandersetzung mit Rassismus, auch jenem, der sich durch staatliches Handeln reproduziert, ist für eine Demokratie daher unabdingbar. Vor diesem Hintergrund stellt die Veranstaltung folgende Fragen: 1. Inwieweit und in welcher Form ist Rassismus in unseren Institutionen verankert? 2. In welchen Praktiken von Verwaltungshandeln zeigt sich Rassismus und welche Auseinandersetzung findet damit in staatlichen Organen statt? Zu diesen Fragen präsentiert Prof. Gert Pickel von der Universität Leipzig die Ergebnisse der Studie „Institutionen & Rassismus“. Prof. Paul Mecheril von der Universität Bielefeld ordnet die Erkenntnisse ein. 3. Wie wirkt sich rassistisch motivierte Diskriminierung auf Betroffene aus und wie gehen sie damit um? 4. Inwieweit spielen Diskriminierungserfahrungen in Radikalisierungsprozessen eine Rolle und was bedeutet dies für die Prävention?
coreNRW gibt eine eigene Publikationsreihe heraus. Der jährliche Forschungsbericht stellt die aktuelle Forschungslandschaft in Nordrhein-Westfalen und Deutschland vor. In informativen Kurzprofilen stellen Forschungsprojekte und -institute mit ihre Arbeit und Inhalte vor. Der Forschungsbericht ist ein Nachschlagewerk und ermöglicht Wissensaustauschs und Vernetzung. Druckexemplare können bei der Koordinierungsstelle bestellt werden. Zur Bestellung >>
Aktuelle Fragestellungen aus dem Netzwerk werden in den Kurzgutachten adressiert, die von der Koordinierungsstelle in Auftrag gegeben werden. Die Autor:innen bereiten den oft verstreuten Kenntnisstand zu bestimmten Themen systematisch auf. Sie machen das Wissen dadurch nicht nur leichter zugänglich, sondern sie identifizieren auch Wissenslücken und machen Empfehlungen an Forschung, Praxis und Politik.
In den Forschungspapieren können Forschende aus dem Netzwerk ihre Erkenntnisse veröffentlichen, vor allem aus Vorhaben, die vom Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen von coreNRW gefördert werden. Grundsätzlich steht das Format aber allen Forschenden, die keine Publikationsmöglichkeiten an der eigenen Institution haben, offen. Interesse? Einfach die Koordinierungsstelle kontaktieren doering@core-nrw.de .
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